Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Druck- und Druckvorstufe
1. Geltungsbereich
Für sämtliche – auch zukünftige – geschäftliche Beziehungen, insbesondere Lieferungen, (Dienst-) Leistungen und sonstige
Rechtsgeschäfte zwischen der Firma Druckerei Lage GmbH (Auftragnehmer) und dem Kunden (Auftraggeber) im Druck und
Druckvorstufenbereich sind ausschließlich die nachstehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen maßgebend,
sofern nicht durch schriftliche Vereinbarungen davon abgewichen wird. Etwaige abweichende Einkaufsbedingungen des
Auftragnehmers ausdrücklich schriftlich bestätigt werden.
2. Vertragsgegenstand
2.1. Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend. Nachträgliche Preisänderungen bleiben vorbehalten.
2.2. Die in Prospekten, Preislisten, Katalogen, Rundschreiben und sonstigen Drucksachen oder in den zum Angebot
gehörigen Unterlagen enthaltenen Angaben, wie insbesondere Abbildungen, Beschreibungen, technische Daten und
Leistungsbeschreibungen sind unverbindlich. Für die Richtigkeit von technischen Daten und sonstigen Angaben wird
keine Haftung übernommen.
2.3. Jeder Auftrag bedarf zu seiner Rechtswirksamkeit in allen Einzelheiten der schriftlichen Bestätigung. Für Lagerware
tritt an Stelle der Auftragsbestätigung die Rechnung.
2.4. Maße, Gewichte, Abbildungen und Zeichnungen sind für die Ausführung nur verbindlich, wenn dies ausdrücklich
vom Auftragnehmer schriftlich bestätigt wird.
2.5. Fertigungsmuster, Korrekturabzüge, Andrucke usw. sind vom Auftraggeber zu prüfen und dem Auftragnehmer verarbeitungsreif
erklärt zurückzugeben. Der Auftragnehmer haftet nicht für vom Auftraggeber übersehene Fehler. Wird
die Übersendung eines Ausfallmusters nicht verlangt, so beschränkt sich die Haftung des Auftragnehmers auf Fehler
durch Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Bei Druck-, Stanz- und Prägewerkzeugen sind Änderungen nur in begrenztem
Umfang möglich; sie werden gesondert berechnet.
2.6. Änderungen, die dem technischen Fortschritt dienen, oder die auf Grund unvorhergesehener technischer Schwierigkeiten
erforderlich werden, sind gestattet, soweit der Liefergegenstand nicht erheblich geändert wird und die Änderungen
für den Auftraggeber zumutbar sind. Bei farbigen Reproduktionen in allen Druckverfahren bleiben geringfügige
Abweichungen vom Original vorbehalten. Dasselbe gilt für den Vergleich zwischen etwaigem Andruck und dem Auflagendruck.
2.7. Nachträgliche Änderungen durch den Auftraggeber bedürfen der schriftlichen Bestätigung; sie werden einschließlich
des dadurch verursachten Maschinenstillstandes dem Auftraggeber berechnet. Als nachträgliche Änderungen gelten
auch Wiederholungen von Probeabdrucken, die vom Auftraggeber wegen geringfügiger Abweichungen von der Vorlage
verlangt werden.
2.8. Der Auftragnehmer behält sich das Recht vor, seinen Firmentext, sein Firmenzeichen oder seine Betriebskennnummer
nach Maßgabe entsprechender Übungen oder Vorschriften und des gegebenen Raumes auf Lieferungen aller Art
anzubringen. Der Auftraggeber kann die Zustimmung verweigern, wenn er hieran ein überwiegendes Interesse hat.
2.9. Der Auftraggeber erklärt durch Erteilung des Auftrags, dass ihm das Urheberrecht an allen in Auftrag gegebenen
Bildern zusteht.
2.10. Der Auftraggeber erklärt sich bereit, die vom Auftragnehmer für ihn produzierten Waren für Werbezwecke (z.B.
als Anschauungsmuster) des Auftragnehmers unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Der Auftraggeber haftet für jeden
aus der Verletzung eines etwaigen fremden Urheberrechts entstehenden Schadens, auch wenn das Copyright versteckt,
zu klein oder unauffällig auf der Vorlage platziert ist.
3. Lieferumfang
3.1. Eine Mehr- oder Minderlieferung bis zu 10% der bestellten Menge ist zulässig. Mehrlieferung wird berechnet. Der
Prozentsatz erhöht sich auf 15%, wenn auftragsspezifische Sondermaterialien verwendet werden müssen. Auf diese
Fälle muss in der Auftragsbestätigung speziell hingewiesen werden.
4. Lieferung
4.1. Die Lieferung erfolgt ab Werk und, soweit keine Versandvorschriften gegeben sind, nach bestem Ermessen ohne
Gewähr für den billigsten und schnellsten Weg.
4.2. Teillieferungen sind zulässig.
4.3. Abrufaufträge bedürfen spezieller Vereinbarungen. Nimmt der Auftraggeber die Ware zu den vereinbarten Terminen
ganz oder teilweise nicht ab, so ist der Auftragnehmer berechtigt, nach Ankündigung den noch lagernden Restbe-
stand auszuliefern. Die Bezahlung hat jeweils den Teillieferungen zu erfolgen, spätestens jedoch 6 Monate nach Auftragsbestätigung.
4.4. Der Auftragnehmer nimmt im Rahmen der ihm aufgrund der Verpackungsordnung obliegenden Pflichten Verpackungen
zurück. Der Auftraggeber kann Verpackungen im Betrieb des Auftragnehmers zu den üblichen Geschäftszeiten
nach rechtzeitiger vorheriger Anmeldung zurück. Die Verpackungen können dem Auftragnehmer auch bei der Lieferung
zurückgegeben werden, es sei denn, dem Auftraggeber ist eine andere Annahme-/ Sammelstelle benannt worden.
Zurückgenommen werden Verpackungen nur unmittelbar nach Anlieferung der Ware, bei Folgelieferungen nur nach
rechtzeitiger vorheriger Mitteilung und Bereitstellung. Die zurückgegebenen Verpackungen müssen sauber, frei von
Fremdstoffen und nach unterschiedlichen Verpackungen sortiert sein. Andernfalls ist der Auftragnehmer berechtigt,
vom Auftraggeber die bei der Entsorgung entstehenden Mehrkosten zu verlangen. Die Kosten des Transports der gebrauchten
Verpackungen trägt der Auftraggeber.
4.5. Entsorgungskosten für nicht abgenommene Ware werden zu Selbstkosten dem Auftraggeber berechnet.
5. Lieferzeiten
5.1. Liefertermine sind nur verbindlich, wenn sie vom Auftragnehmer schriftlich bestätigt werden.
5.2. Die Lieferfrist beginnt mit der Absendung der Auftragsbestätigung, jedoch frühestens nach Eingang aller für die
Ausführung des Auftrags erforderlichen Unterlagen, vereinbarten Anzahlungen und evtl. Einwilligung des Auftraggebers
in die Ausführungsvorlagen. Maßgeblich für die Wahrung der Frist ist der Tag, an dem der Liefergegenstand das
Werk des Auftragnehmers verlässt oder wegen Versandunmöglichkeit eingelagert wird. Verlangt der Auftraggeber nach
der Auftragsbestätigung Änderungen des Auftrags, so läuft die Frist neu mit der neuerlichen Auftragsbestätigung. Voraussetzung
für die Einhaltung der Lieferfrist ist richtige und rechtzeitige Selbstbelieferung durch Vorlieferanten, sofern
der Auftragnehmer diese mit der im kaufmännischen Verkehr üblichen Sorgfalt ausgewählt hat.
5.3. Hält der Auftragnehmer eine vereinbarte Frist infolge eines Umstandes nicht ein, den er zu vertreten hat, so ist der
Auftraggeber verpflichtet, ihm eine angemessene Nachfrist zur Erbringung der Lieferung zu setzen. Nach deren Ablauf
ist der Auftraggeber berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten. Schadenersatzansprüche wegen Nichterfüllung sind
– soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
5.4. Die Lieferfrist verlängert sich angemessen, wenn Hindernisse eintreten, die vom Auftragnehmer nicht beeinflußbar
sind, z.B. Naturkatastrophen, Verzögerungen der Anlieferung wesentlicher Rohstoffe oder von Energie, Krieg oder
Arbeitskampfmaßnahmen (Streik, Aussperrung). Dies gilt auch, wenn solche Umstände bei Vorlieferanten eintreten. Der
Auftragnehmer wird den Auftraggeber hierüber unterrichten, sofern die Einhaltung des Liefertermins gefährdet ist. Ein
Rücktritt ist in diesen Fällen erst nach Ablauf einer angemessenen Lieferfristverlängerung zulässig. Schadensersatz kann
nicht verlangt werden.
6. Gefahrenübergang
6.1. Die Gefahr des zufälligen Untergangs oder einer Verschlechterung der Ware geht auf den Auftraggeber über, sobald
diese ihm oder einem Frachtführer übergeben wurde. Dies gilt auch bei Teillieferungen. Der Auftragnehmer ist nicht
zum Abschluss von Versicherungen gegen Schäden irgendwelcher Art verpflichtet.
6.2. Der Versand erfolgt auf Rechnung und Gefahr des Auftraggebers. Sofern nichts anderes vereinbart ist, wählt der
Auftragnehmer Verpackung, Versandweg und Versandart nach bestem Ermessen. Die Kosten für Verpackung trägt der
Auftraggeber.
6.3. Macht der Auftraggeber Gewährleistungsansprüche bereits bei Anlieferung geltend, so hat er die angelieferte Ware
dennoch entgegenzunehmen und ordnungsgemäß zu verwahren, bis die Berechtigung seiner Ansprüche geklärt ist.
7. Rücktritt vom Vertrag
7.1. Tritt der Auftraggeber ohne Verschulden des Auftragnehmers vom Vertrag zurück, so haftet er für die bis zum Eintreffen
seiner diesbezüglichen Erklärung angefallenen Kosten. Darüber hinaus ist eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von
€ 100 fällig. Weitergehende Ansprüche bleiben unberührt.
8. Preise
8.1. Preise sind Nettopreise zuzüglich Mehrwersteuer und verstehen sich ab Werk und schließen Verpackung, Fracht,
Porto, Versicherungen und sonstige Versandkosten nicht ein. Nachträgliche Änderungen auf Veranlassung des Auftraggebers,
insbesondere hinsichtlich der Größe, Gestaltung und Material, werden zusätzlich berechnet. Entstehen hierdurch
wesentliche Mehrkosten, wird der Auftragnehmer den Auftraggebet hierüber unterrichten.
8.2. Erfolgt die Lieferung auf Wunsch des Auftraggebers bzw. ohne unser Verschulden des Auftragnehmers ganz oder
teilweise später als 4 Monate nach Bestätigung des Auftrags, so ist der Auftragnehmer berechtigt, die Preise des später
gelieferten Teils angemessen zu erhöhen, falls zwischenzeitlich Lohnerhöhungen oder Preissteigerungen bei den Grundmaterialien,
Energie oder Transport eingetreten sind.
8.3. Muster, Skizzen, Entwürfe, Probedrucke und sonstige Vorarbeiten, die vom Auftraggeber veranlasst sind, werden
nach Aufwand berechnet, auch wenn der Auftrag nicht erteilt wird. Dasselbe gilt auch für vom Auftraggeber verlangte
Untersuchungen oder Gutachten.
8.4. Wegen Abweichung von der Stanz- oder Druckvorlage notwendig gewordene Abänderungen, die der Auftragnehmer
nicht zu vertreten hat, werden nach der dafür aufgewendeten Arbeitszeit berechnet. Dasselbe gilt für nachträgliche
Korrekturen.
9. Zahlung
9.1. Rechnungen sind 30 Tage nach Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Bei Bezahlung innerhalb von 10
Tagen nach Rechnungsdatum werden 2% Skonto vom reinen Warenwert gewährt. Skontoabzüge sind unzulässig, wenn
noch ältere Rechnungen offenstehen, deren Fälligkeit bereits überschritten ist. Wechsel werden nur nach vorheriger
Vereinbarung erfüllungshalber und ohne Skonto angenommen. Sämtliche Kosten (z.B. Diskont, Spesen) gehen zu Lasten
des Auftraggebers und sind sofort zu zahlen. Für rechtzeitige Vorlage, Protest, Benachrichtigung und Zurückleitung des
Wechsels bei Nichteinlösung haftet der Auftragnehmer nicht, sofern ihm oder seinem Erfüllungsgehilfen nicht Vorsatz
oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fallen. Zahlungen sind so rechtzeitig zu leisten, dass der Auftragnehmer am Fälligkeitstag
über den Rechnungsbetrag verfügen kann.
9.2. Der Auftraggeber kann nur mit einer unbestrittenen oder rechtskräftig gestellten Forderung aufrechnen oder ein
Zurückbehaltungsrecht ausüben.
9.3. Der Auftragnehmer ist berechtigt, gegen Nachnahme zu liefern.
9.4. Bei Zahlung nach Fälligkeit ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 3% über dem jeweiligen
Bundesbankdiskontsatz zu berechnen. Die Geltendmachung weiteren Verzugsschadens bleibt vorbehalten.
9.5. Bei Bereitstellung größerer Mengen von Roh- und Hilfsstoffen durch den Auftragnehmer auf Veranlassung des Auftraggebers
ist der Auftragnehmer berechtigt, eine entsprechende Anzahlung zu verlangen. Auch können dem Umfang
der geleisteten Arbeiten entsprechende Teilzahlungen gefordert werden. Solche Forderungen sind sofort und ohne
Abzug fällig.
10. Eigentumsvorbehalt
10.1. Bis zur vollständigen Bezahlung aller Warenlieferungen und sonstigen Forderungen aus der Geschäftsbeziehung,
bei Schecks und Wechseln bis zu deren Einlösung, bleiben die gelieferten Waren Eigentum des Auftragnehmers.
10.2. Der Auftraggeber ist zur Weiterveräußerung der Vorbehaltsware im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit berechtigt.
Er tritt seine Forderungen aus der Weiterverarbeitung der Vorbehaltsware schon jetzt an den Auftragnehmer ab. Der
Auftraggeber ist trotz der Abtretung solange zur Einziehung berechtigt, als er seinen Verpflichtungen gegenüber dem
Auftragnehmer nachkommt und nicht in Vermögensverfall gerät. Auf Verlangen des Auftragnehmers hat der Auftraggeber
die Schuldner der abgetretenen Forderungen mitzuteilen und diesen die Abtretung anzuzeigen.
10.3. Bei Be- und Verarbeitung der Vorbehaltsware durch den Auftraggeber erwirbt entgegen § 950 BGB der Auftragnehmer
das Eigentum. Bei Verbindung, Vermischung oder Vermengung der Vonbehaltsware mit anderen Waren des
Auftraggebers erlangt der Auftragnehmer das Miteigentum an der neuen Sache im Verhältnis des berechneten Wertes
der Vorbehaltsware. Der Auftraggeber verwahrt in diesen Fällen die neue Sache unentgeltlich für den Auftragnehmer.
Veräußert der Auftraggeber die neuen Sachen im Rahmen von Kauf- oder sonstigen Verträgen (z.B. Werk- oder Werklieferungsverträgen),
so tritt er die hierdurch erlangten Forderungen in Höhe des berechneten Wertes der Vorbehaltsware
an den Auftragnehmer ab. Ziffer 10.2 gilt entsprechend.
10.4. Der Auftraggeber darf den Liefergegenstand weder zur Sicherung übereignen noch ihn oder die dem Auftragnehmer
zustehenden Forderungen verpfänden. Über Zwangsvollstreckungsmaßnahmen Dritter in die Vorbehaltsware oder
in die abgetretenen Forderungen sowie über die Eröffnung eines Konkurs- oder Vergleichsverfahrens hat der Auftraggeber
den Auftragnehmer unverzüglich zu unterrichten, ihm oder seinen Beauftragten den Zugriff auf die Vorbehaltsware
zu ermöglichen und ihn bei allen Maßnahmen zu unterstützen, die für eine Intervention notwendig sind.
10.5. Der Auftraggeber ist bei vertragswidrigem Verhalten, insbesondere bei Zahlungsverzug, verpflichtet, die Ware auf
Verlangen des Auftragnehmers an ihn herauszugeben.
10.6. Der Auftraggeber ist verpflichtet, die Vorbehaltsware auf seine Kosten gegen alle Lagerrisiken zu versichern. Er
tritt seine Forderungen gegen die Versicherung in Höhe des berechneten Wertes der Vorbehaltsware an den Auftragnehmer
ab.
11. Sonstige Schadensersatzansprüche
Bei verspäteter oder mangelhafter Lieferung und bei Schlechterfüllung sind der Auftragnehmer und dessen Arbeitnehmer
zum Ersatz eines unmittelbaren oder mittelbaren Schadens (Folgeschaden), einerlei aus welchem Rechtsgrund,
nicht verpflichtet, es sei denn, dass der Ausschluss der Haftung gesetzlich unzulässig ist.
12. Gewährleistung
12.1. Die angelieferte Ware ist vom Auftraggeber auch abzunehmen, wenn sie lediglich unwesentliche Mängel aufweist.
Paletten und Pakete sind vor Übernahme zur Feststellung etwaiger Beschädigung und Beraubung zu prüfen. Beschädigte
Sendungen sind dem Beförderer erst nach schriftlicher Anerkenntnis des Schadens abzunehmen.
12.2. Mängelrügen müssen, wenn es sich um offensichtliche Mängel handelt, spätestens innerhalb einer Woche nach
Empfang der Ware schriftlich beim Auftragnehmer eingehen. Nicht offensichtliche Mängel sind unverzüglich nach
Entdeckung, spätestens innerhalb von 6 Monaten ab Lieferung, schriftlich zu rügen. Anderenfalls gilt die Leistung als
ordnungsgemäß erbracht. Der Auftraggeber ist zur Untersuchung des Liefergegenstandes auch verpflichtet, wenn Ausfallmuster
übersandt worden sind. Weitergehende Untersuchungs- und Rügepflichten gemäß §§ 377, 378 HGB bleiben
unberührt.
12.3. Der Auftragnehmer übernimmt keine Garantie für die Eignung seiner Erzeugnisse für den vom Auftraggeber
vorgesehenen Verwendungszweck insbesondere bei ungeeigneter oder unsachgemäßer Verwendung. Dies gilt insbesondere
auch für selbstklebende Erzeugnisse, da bei ihnen die Reaktion des Klebstoffes auf bestimmte Materialien (z.B.
Kunststoff, Feileder, Textilien, usw.) nicht vorausgesehen werden kann. Es ist daher erforderlich, dass der Auftraggeber
eigene Klebversuche auf dem Originalmaterial durchführt.
12.4. Technologisch begründete Toleranzen in Größe, Farbe, Gummierung, Material, Gewicht, Qualität und der sonstigen
Ausführung berechtigen nicht zu Beanstandungen seitens des Auftraggebers. Für Kohlepapiere und selbstdurchschreibende
Papiere, Folien und ähnliche Sondermaterialien gelten bezüglich Qualität, Druckfarbenschwankungen,
Durchschreibe-, Bearbeitungs- und Lagerfähigkeit dir Bedingungen des jeweiligen Herstellers und/oder Lieferers dieser
Grundmaterialien.
12.5. Abweichungen bei Druckarbeiten, soweit sie auf den durch Drucktechnik bedingten Unterschieden zwischen
Andruck und Auflage beruhen, können nicht beanstandet werden, soweit es sich um geringfügige Abweichungen vom
Original handelt, oder sie in den Lieferbedingungen der Papier- und Pappenindustrie oder der sonst zuständigen Lieferindustrie
für zulässig erklärt worden sind.
12.6. Für Lichtechtheit, Veränderlichkeit und Abweichungen der Farben und Bronzen sowie für die Beschaffenheit
von Gummierung, Lackierung Kaschierung, Imprägnierung und Beschichtung (sofern nicht Abschnitt 12.4 zur Geltung
kommt) haftet der Auftragnehmer nur insoweit, als Mängel der Materialien vor deren Verwendung bei sachgemäßer
Prüfung erkennbar werden. Für Chlor- und Säurefreiheit sowie Freiheit von anderen schädlichen Chemiekalien steht der
Auftragnehmer nur soweit ein, als diese vom Auftraggeber ausdrücklich gefordert werden und vertraglich festgelegt
wurden.
12.7. Bei Berechtigten und vom Auftragnehmer anerkannten Beanstandungen (bei Gütemängeln nur nach Rückgabe der
fehlerhaften Stücke) wird nach Ermessen des Auftragnehmers nachgebessert, Ersatz geleistet oder der Gegenwert gutgeschrieben.
Mängel eines Teils berechtigen nicht zur Beanstandung der ganzen Lieferung. Über Ersatz oder Gutschrift
der beanstandeten Ware hinausgehende Ansprüche sind ausgeschlossen.
12.8. Darüber hinausgehende Ansprüche gegen den Auftragnehmer und dessen Erfüllungsgehilfen sind ausgeschlossen,
insbesondere Ansprüche auf Schadenersatz und Ersatz von Schäden, die nicht am Liefergegenstand selbst entstanden
sind sowie für Folgeschäden.
13. Urheberrechte, Entwürfe und Werkzeuge
13.1. Der Auftraggeber haftet dafür, dass durch die Verwendung der von ihm vorgelegten oder nach seinen Angaben
hergestellten Muster, Druckvorlagen, usw. Rechte Dritter nicht verletzt werden. Sind dem Auftragnehmer Schutzrechte
Dritter bekannt, die offensichtlich durch die Ausführung des Auftrags verletzt würden, wird er dies dem Auftraggeber
mitteilen.
13.2. Vom Auftragnehmer oder in seinem Auftrag hergestellte Muster, Skizzen, Entwürfe, Probedrucke bleiben sein
Eigentum.
13.3. Alle Rechte des Auftragnehmers an Entwürfen, Reinzeichnungen, Originalen, Filmen, Druck-, Stanz- und Prägewerkzeugen
usw. in jedem Verfahren und in jedem Zweck verbleiben beim Auftragnehmer, wenn nicht ausdrücklich
schriftlich etwas anderes vereinbart ist. Entwürfe des Auftragnehmers dürfen nicht vervielfältigt, abgezeichnet, nachgeahmt
oder dritten Personen zugänglich gemacht werden.
13.4. Vom Auftragnehmer oder in seinem Auftrag hergestellte Lithographien, Stanzwerkzeuge, Klischees und Druck
werkzeuge, sowie andere Hilfseinrichtungen und sonstige Vorrichten bleiben Eigentum des Auftragnehmers, auch wenn
die Herstellkosten ganz oder teilweise in Rechnung gestellt und vom Auftraggeber bezahlt sind. Die Rechnung über
diese Gegenstände sind ohne Abzug zahlbar. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, diese Gegenstände dem Auftraggeber
auszuhändigen.
13.5 Vom Auftraggeber bereitgestellte Klischees, Druckwerkzeuge und Unterlagen werden vom Auftragnehmer nur
dann aufbewahrt, wenn dies ausdrücklich verlangt wird. Auf jeden Fall endet die Aufbewahrungspflicht 6 Monate ab
der letzten, mit diesen Gegenständen hergestellten Lieferung, wenn nicht bis zu diesem Termin eine Nachbestellung
erfolgt.
14. Datenschutz
Der Auftragnehmer ist berechtigt, die vom Auftraggeber überlassenen Daten, gleich ob von ihm selbst oder von Dritten
stammen, im Sinne des Datenschutzgesetzes zu verarbeiten.
15. Erfüllungsort, Gerichtsstand
15.1 Als Erfüllungsort für Lieferung und Zahlung gilt, soweit nichts anderes vereinbart ist, Borken. Es gilt – auch bei Verträgen
mit ausländischen Auftraggebern – deutsches Recht.
15.2 Bei allen aus dem Vertragsverhältnis ergebenden Streitigkeiten ist der Gerichtsstand Borken.
16. Bestand des Vertrages
Der Vertrag bleibt auch bei rechtlicher Unwirksamkeit einzelner Vertragsbedingungen in seinen übrigen Teilen wirksam.

Datensicherheit

  1. Die Daten der Kunden werden auf den Servern vom Anbieter in einem für den Anwender eigens reservierten Daten-Container gehostet, so dass andere Kunden vom Anbieter oder Dritte keinen Zugriff auf die Daten des Kunden haben.
  2. Der Anbieter bedient sich zur Aufrechterhaltung der Datensicherheit ausschließlich des aktuellen Standes entsprechender Technologien. Der Anbieter wird diesen Technologiestand im Hinblick auf die laufende Weiterentwicklung der Informationstechnologie einerseits und des Internets andererseits aufrechterhalten. Darüber hinaus werden sämtliche vom Anbieter zugekauften Leistungen von kompetenten und dem vorgenannten Stand der Technik entsprechenden Subkontrakten erbracht.
  3. Der Anbieter ist in der Lage, den Betrieb des Systems rund um die Uhr genau zu beobachten und umgehend auf Betriebsstörungen zu reagieren. Die auf den Servern vom Anbieter gespeicherten Kundendaten werden alle 24 Stunden per Backup gesichert.
  4. Der Anwender nimmt zur Kenntnis, dass die Vertraulichkeit der vom Anbieter gehosteten Daten nur dann gewährleistet werden kann, wenn der Anwender die ihm mitgeteilten Zugangsdaten entsprechend vertraulich behandelt. Bei Verlust oder sofern die Möglichkeit besteht, dass ein Unbefugter von den Zugangsdaten Kenntnis erlangt hat, hat der Anwender hiervon den Anbieter unverzüglich schriftlich, per Telefax oder per E-Mail zu unterrichten, damit der Anbieter eine Sperre des Zugangs veranlassen kann.
  5. Für die durch den Inhalt und den Versand eines Mailings entstehenden Folgen ist ausschließlich der Kunde, in keinem Fall der Anbieter verantwortlich.

Stand: 14. Dezember 2015 Druckerei Lage GmbH, Hohe Oststraße 65, 46325 Borken, Telefon: (02861) 24 86